Aktuelle Themen und Hintergrund-Infos

 

Stopp Gewalt

 

Es war im September 2009, als in München zwei 18-Jährige eine Gruppe von vier Kindern bedrohten. Ihr Ziel war, 15 Euro zu erpressen, damit sie sich Alkohol und Drogen kaufen konnten. Als die Kinder in die U-Bahn flüchteten, stellte sich der 50-jährige Geschäftsmann Dominik Brunner schützend zwischen Kinder und Angreifer. Er rief die Polizei und stieg mit den Kindern in die U-Bahn. Bei der Station Solln stiegen sie aus und wurden von den 18-jährigen Jugendlichen angegriffen, wobei der mutige Dominik Brunner zu Tode getrampelt wurde - unter den Augen von passiven Zeugen…. Grund: „um sich für seine Einmischung zu rächen“, davon ist die Anklage überzeugt (Quelle: Tagesanzeiger – 13.7.2010).  


Gewalt – ein Thema, das uns alle betrifft
Gewaltszenen wie diese sind leider keine Seltenheit. In Dübendorf demonstrierten am 1. Juni 2010 etwa 150 Personen gegen Gewalt. Die Kundgebung wurde von drei Müttern organisiert, zwei von ihnen haben selbst Söhne, die Opfer von Gewalt wurden. Man sei nicht bereit, „den öffentlichen Raum von einer Handvoll verirrter und verwirrter Jugendlicher streitig zu machen.“ – so eine der drei Frauen (Quelle: Tagesanzeiger – 1.6.2010).

 

Gewalt und Vorbilder

Gewalt war auch an der Fussball WM ein Thema, insbesondere in dem mit Spannung erwarteten Finalspiel zwischen Holland und Spanien. Doch in diesem Fall siegte die Gerechtigkeit. Das äusserst brutal spielende Holland verlor am Schluss mit 1:0 und Spanien hatte bewiesen, dass es wahrlich ein Fussball Weltmeister mit Courage ist. Unbegreiflich, warum die Spieler von Holland am Ende die Schuld beim Schiedsrichter suchten. Sie hatten zahlreiche Chancen, schon in der laufenden Spielzeit die Entscheidung zu erzwingen.

 

Die vergessende Vorbildfunktion

Das Unerfreuliche am Ganzen: die Spieler werden bewundert und sind im Leben tausender Menschen, darunter auch Kinder, ein Vorbild… Holland, eine Mannschaft, die spielerisch so vieles zu bieten gehabt hätte, hatte sich für Gewalt entschieden. „Dunkelrot“ kommentierte Othmar Hitzfeld das Foul vom holländischen defensiven Mittelfeldakteur Nigel de Jong, als er im Stile eines eines Kung-Fu-Kickers den Spanier Xabi Alonso  richtiggehend niederstreckte (Quelle: 20Min.ch - 11.7.2010).

 

Anders die deutsche Fussballmannschaft, die sich nach der Niederlage gegen Spanien absolut fair verhalten hat und auch in der Analyse auf eine gesunde Art selbstkritisch und damit sehr vorbildlich war. In Sachen Umgang mit Frust und Niederlagen absolut weltmeisterlich! "Wir haben bisher ein tolles Turnier gespielt", wird Joachim Löw in der Sportschau.de vom 8. Juli zitiert. Er zollt Spanien Respekt. Die Iberer hätten ein "klasse Spiel" gezeigt und seien ein über drei Jahre eingespieltes Team.

 

Gewalt braucht Aufklärung und Widerstand, nicht nur von Einzelnen, sondern von uns allen!

 

Nachfolgend weiterführende Infos, zu Gewalt und Prävention:


 

© Christlicher-Glaube.ch - 13.7.2010

Gewalt verhindern

© Fotolia.de Thaut Images

 

Gewalt betrifft alle.

 

"Weil es das einzige ist, was man ihm noch anbieten kann."

 

Täglich befassen sich Peter Holenstein und Erich Hotz mit Mördern und Kriminellen. Dabei sehen sie manchmal tief in die Herzen der Schwerverbrecher. Woher kommt die Gewalt? Steckt sie in jedem Menschen?


Peter Holenstein befasst sich seit über 30 Jahren als Autor mit Gewaltverbrechen. Er schrieb die Biographie des vierfachen Kindermörders Werner Ferrari. Seine Recherchen führten zu einem Freispruch für Ferrari im Mordfall von Ruth Steinmann. Auf die Frage, wie er einem Kindsmörder noch die Hand geben könne, meint er: "Weil es das einzige ist, was man ihm noch anbieten kann." Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Frage nach der Ursache von Gewaltverbrechen und der Wahrheitsfindung zwischen Recht und Gerechtigkeit.


Erich Hotz bezeichnet sich schmunzelnd als "Knastrologe". Sieben Jahre war er Geschäftsführer der christlichen Gefangenenarbeit "Prison Fellowship" und besuchte Straftäter, die sonst keiner mehr besuchte. Er kennt die dunklen Seiten im Menschen: "Unglaublich, was gewisse Leute in ihrem Leben durchgemacht, aber was sie auch anderen Menschen an Leid zugefügt haben."

 

Trotzdem glaubt er an Vergebung, die Gott jedem zusprechen möchte.

 

"Die dunkle Seite in mir"

eine TV-Sendung zum Thema Gewalt und Umgang mit Tätern.

 

FENSTER ZUM SONNTAG Talk

 

Werbung
auf Christlicher-Glaube.ch