Die Bibel, Brücke und Spannungsfeld zwischen zwei Welten

 

Die Bibel wird ganz unterschiedlich benannt: Zum Beispiel das „Buch des Lebens“, das „Wort Gottes“, ein „von Menschen geschriebenes …“ und / oder „von Gott inspiriertes  Buch“ etc. Ihr göttlicher Ursprung und ihre Entstehungsgeschichte werden dann und wann angezweifelt und als unwahr dargestellt. Grund dafür können zum Beispiel die darin beschriebenen Wunder sein oder die reale Existenz von Jesus Christus, dem Heiligen Geist und Gott dem Vater. Weiter geschieht auf dieser Welt viel Unrecht und man fragt sich, warum Gott „nicht eingreift“. Um die Bibel zu verstehen, brauche es „eine aufrichtige innere Haltung, damit der Geist Gottes den Text verständlich machen kann“, argumentieren überzeugte Christen. Dann könne die Bibel, respektive „Gottes Reden“ richtig verstanden werden. Die Bibel ist ein umstrittenes Buch, das provoziert, ermutigt und aufdeckt.

 

Die Bibel: Transparenz und Unbeantwortetes

 

Sie erzählt von Menschen, die auch im Heute leben könnten. Von deren Verantwortung im Umgang mit sich selbst, den Mitmenschen und der Schöpfung und von einer intensiven Beziehung zwischen Mensch und Gott. Menschen mit all ihren Schwächen und Gefühlen werden offen und ehrlich abgebildet. Die Bibel erzählt von Gott, von der Entstehung der Welt, von der Vergangenheit bis zur Perspektive – von der Schöpfungsgeschichte bis zur Offenbarung. Von Menschen und Dingen, die nachvollziehbar sind, aber auch von Wundern und Gottheiten, die nicht eingeordnet werden können. Sie ist Spannungsfeld zwischen zwei gegensätzlichen Welten: einer irdischen und vergänglichen und einer himmlischen und zukünftigen.

 

Trost, Hoffnung und Missbrauch

 

Blickt man auf die Geschichte der Menschheit zurück, so ist die Bibel oftmals von Menschen in Not als Hoffnung und Trost spendend empfunden worden – einer Art Rettungsanker für die Seele. Sie wurde auch missbraucht, indem mit Bibelversen bewusst und unbewusst Macht auf Menschen ausgeübt und diese unter Druck gesetzt wurden. Und das angeblich „im Namen von Gott“. Biblische Kultur wurde als Massstab für die heutige angewendet, eine konstruktive Hinterfragung zum vornherein unterdrückt, weil „Zweifel“ nicht angebracht sei oder als „Kleinglaube“ ausgelegt wurde.

 

Verantwortung und Zusagen

 

Eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Bibel ist immer gut. Ein Buch, das seit Jahrhunderten als Bestseller gilt, hat es offenbar in sich. Unzählige Menschen (Tipp: Christliche-Zeugnisse.ch) erzählen, wie sie daraus Kraft schöpfen und unmögliche Herausforderungen tragen können – aber auch, wie sie unbequem herausgefordert wurden, Verantwortung zu tragen. Für das eigene und das Leben anderer. Verantwortung, die durch Gott in Jesus Christus konkret vorgelebt wurde. Die Bibel - das Buch des Lebens.

 

Tipp: Bibel lesen

 

 

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